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Weihnachtliche Bescherung bei der Tafel: Am Donnerstag werden die Pakete verteilt

 

 

Von Georg Schmitz und Markus Bienwald |  17.12.2008, 17:19

 

Geilenkirchen/Übach-Palenberg. Paketweise lieferten am Mittwoch viele Menschen Lebensmittel, Süßigkeiten, Konserven, Obst, Wurst, Milchprodukte und auch Spielzeug an die Geilenkirchener und Übach-Palenberger Tafel.

Sie alle waren dem von dieser Zeitung und dem WDR unterstützten Aufruf zu der Weihnachtsaktion gefolgt und zeigten somit ein Herz für die Menschen, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen.

Seit drei Jahren besteht die Tafel in Geilenkirchen als Filiale der Übach-Palenberger Tafel. Waren es anfangs noch 30 Familien, die mit Naturalien bedacht wurden, sind es jetzt bereits fast 80 «Kunden», die zweimal in der Woche die Tafel in der Von-Harff-Straße aufsuchen.

Jetzt, in der Vorweihnachtszeit warten 216 Familien auf die Unterstützung der Geilenkirchener Tafel, sodass genau diese Anzahl an Geschenkpaketen zusammenkommen musste. Im vergangenen Jahr erreichten 150 Pakete die Sammelstelle. Die 20 ehrenamtlichen Helfer der Tafel sahen bereits am Vormittag voller Optimismus dem Ergebnis entgegen.

Denn zwei Stunden nach Beginn der «Anlieferung» im Pfarrheim von St. Josef in Bauchem hatten schon viele Privat- und Geschäftsleute an die 100 Pakete verschiedener Größe mit verschiedenen Inhalten an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Tafel übergeben. «

Die großen Pakete sind für kinderreiche Familien bestimmt», erklärt Margot Vaßen vom Team der Tafel. Die Frauen achten auf einen «bunten Mix» in den Paketen, damit eine Familie beispielsweise nicht nur mit Süßigkeiten, sondern auch mit Zucker, Butter, Kaffee, Nudeln, Marmelade oder anderen wichtigen Lebensmitteln bedacht wird.

Da brachten die Bürgerinnen und Bürger aus der Stadt und der Umgebung auch Stofftiere, sicherlich sehr zur Freude der jüngsten Abnehmer, denen das Weihnachtsfest damit etwas «verschönert» wird. Spielzeug war ebenfalls in den zumeist weihnachtlich hergerichteten Kartons zu finden. Und selbst Textilien oder kleinere Haushaltsartikel fanden, schön verpackt, den Weg zur Tafel.

Der Dank der Abnehmer ist den Spendern sicher. Am Nachmittag waren die Tische bereits voller Pakete, nun stapelten sich die Geschenke bereits auf Stühlen. Manchem Päckchen waren nette Weihnachtsgrüße beigefügt, zum Beispiel «Frohe Weihnachten».

Einen Wermutstropfen verzeichnen die Helfer der Tafel allerdings: Die «Vitrine» in der Konrad-Adenauer-Straße hatte zu Spenden für die Tafel aufgerufen. Aus dem Verkauf von selbst gebackenen Plätzchen und Krawatten für je einen Euro floss das Bargeld in einen bereitstehenden Kunststoffbehälter. Bis zum Dienstag könnten so bereits mehr als 1000 Euro zusammengekommen sein. Doch der Behälter mit den für die Tafel bestimmten Spendengeldern wurde am Dienstag gestohlen.

Ebenfalls zum dritten Mal präsentierte die Tafel in Übach-Palenberg die vorweihnachtliche Aktion für bedürftige Menschen. Und schon zur Mittagszeit zeigten sich die Organisatoren zufrieden. «Im Gegensatz zum letzten Jahr haben wir schon vor der Mittagszeit so viele Pakete zusammen wie letztes Jahr am Abend nicht», freute sich Petra Meyer vom Vorstand der Tafel.

Gemeinsam mit ihren fleißigen Helfern hatte sie damals noch Pakete aus der Eifel organisiert, um die Nachfrage zu stillen. «Das brauchen wir in diesem Jahr nicht», war Meyer zufrieden. Denn die Leute geben gerne für den guten Zweck. Auch wenn es dabei offensichtlich nicht ohne «schwarze Schafe» zugehen kann.

Ein Mann, der sich nicht zu erkennen gab und der es offensichtlich auch ganz eilig hatte, sein Paket abzuliefern, war der Tiefpunkt des Tages. Er hatte offenbar seinen alten Vorratskeller ausgemistet und längst abgelaufene Lebensmittel - Verfallsdatum Ende 1995 - abgegeben. Das blieb das einzig Negative an diesem Tag.

Immer wieder lieferten Menschen ihre teils liebevoll in Weihnachtspapier oder Präsentkörbe verpackten Lebensmittel ab. Konserven, Nudeln, Fisch und Fleisch - alles noch lange haltbar und köstlich. Auch die ein oder andere Flasche Wein oder Sekt steckte in den größtenteils prall gefüllten Päckchen. Abgerundet von Spielzeug oder hochwertiger Kosmetik, kamen so wirklich schöne Pakete zusammen, die alle Tische in der Lohnhalle des Carolus-Magnus-Centrums (CMC) einer echten Belastungsprobe unterzogen.

«Wir sagen natürlich ein ganz herzliches Dankeschön an alle Spender», sagte Petra Meyer, die glücklich war, den Spendenempfängern am Ausgabetag so viele schön gepackte Pakete geben zu können.

Übrigens kamen die Spender aus allen Bevölkerungsschichten und Stadtteilen, auch Frauengemeinschaften und ortsansässige Firmen gaben gern und reichlich.

 

Quelle AZ-WEB.DE

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