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Legale Graffiti-Wand: Sprayer sprühen vor Phantasie

 

Von Georg Schmitz |  11.05.2009, 15:36

 

Geilenkirchen. Beschmiert, mit Kritzeleien versehen und dreckig präsentierte sich bisher die 44 Meter lange und 210 Zentimeter hohe Begrenzungsmauer des Grundstücks der Familie Laumen. Hier, im meist «durchwanderten Gängelchen» Geilenkirchens stellt sich die Situation seit dem Wochenende ganz anders dar.

Herrlich bayrische Landschaft, natürlich mit Kuh und Heidi kunstvoll in Szene gesetzt, ist nur ein Beispiel von sechs fantasievollen Werken verschiedener Graffiti-Freunde. «Wie werden wir dem Problem der störenden Schmierereien und unansehnlichen Sprühattacken auf unsere Mauer Herr», dachten sich Kordula und Hubert Laumen zuvor.

Das Ehepaar fand in Nachbar und Freund Klaus Striebinger einen «Mitdenker», und gemeinsam schmiedete das Trio einen Plan. Klaus Striebinger ist nun zufällig auch Vorsitzender des Stadtjugendrings und in dieser Eigenschaft hat er recht viel Kontakt zur jungen Generation. In Absprache mit Geilenkirchens «sprühender Jugend» reifte die Idee, dass die Mauer durch eine legal in Auftrag gegebene Graffiti-Aktion der Verschönerung anheim gestellt werden sollte.

Die «Molke Bande», eine stadtbekannte Jugendgruppe, die ihren Sprüh-Aktivitäten schon vielfach freien Lauf ließ, durfte in Aktion treten. Schon im letzten Jahr hatten die Jungs für einen Friseursalon eine Auftragsarbeit durchgeführt, die allenthalben auf ein positives Echo stieß. «Graffiti in the City» ist seit Jahren ein aus dem negativen Blickwinkel heraus betrachtetes Thema.

Wer ist nicht schon den illegalen Machwerken der bösen Schmierer auf Gebäuden, Schildern, ja sogar Autos und Bussen in der Stadt begegnet? Von all diesen Sachbeschädigungen, den Kritzeleien und Schmierereien distanzieren sich der Stadtjugendring und die ihm gut gesonnenen Jugendlichen. «Wir verstehen Graffiti als Kunst, die auch ein gewisses Maß an Können des Künstlers impliziert», erklärt Klaus Striebinger.

Ab sofort können sich die Geilenkirchener überzeugen, wie ein legal in aller Ruhe gefertigtes Graffiti zur Verschönerung des Stadtbildes beitragen kann. Die Mauer im als Abkürzung zwischen «An der Linde» und Heinsberger Straße gern genutzten Heyergässchen ist nicht wiederzuerkennen. Vorbei ist es mit einer dreckigen, beschmierten Wand.

Benjamin, Charles, Marcel, Michael, Pascal und Tom haben in vielen Stunden intensiven Sprayens wahre Kunstwerke geschaffen. Die Bevölkerung konnte sich bereits von der Geschicklichkeit und Kreativität der Jungs ein Bild machen und ihnen bei ihrer Arbeit über die Schulter schauen. Die Grundierung stellte die Familie Laumen, aber mit über 100 verbrauchten Spraydosen verschiedener Couleur war das künstlerische Unterfangen für die sechs Jungs teuer genug. Das Sextett der Molke-Bande hat seine Ideen und Fantasien in die Tat umgesetzt.

«Toll gemacht», «sehr ansehnlich» oder «fantastisch» waren einige der Kommentare von Passanten. «Wir wollten unsere Werke so lebendig wie möglich gestalten», erklärt Marcel. Das ist ihnen gelungen. Ein Straßenbild, ein großer Schriftzug, Buchstaben an einer Wäscheleine und ein tolles dreidimensionales Graffiti ziehen neben der bayrischen Landschaft die Blicke auf sich.

Nicht nur Kordula und Hubert Laumen sind begeistert von ihrer Mauer, die zum Kunstwerk «mutiert» ist. Auch Klaus Striebinger vom Stadtjugendring fand eine Bestätigung, dass ein kleiner Auslöser von Seiten der Erwachsenen genügt, um Jugendlichen eine Alternative zur Gestaltung ihrer Freizeit zu bieten.

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